Beziehungskrise in Schwarz-Rot

Shownotes

Mittwoch ist Flachköpper-Zeit und diesmal geht’s um ein Wort, das uns überall begegnet: Krise.

Warum ist Friedrich Merz nach einem Jahr im Amt so unbeliebt? Was macht Kommunikation mit politischer Wahrnehmung? Und vor allem: Sind Krisen wirklich real oder werden sie gemacht?

In dieser Folge schauen wir uns an, wie Krisen entstehen: in der Politik, in Beziehungen, im Sport und in den Medien. Anhand von fiktiven Liebesdramen, Fußball-Wording und dem gestrandeten Wal „Timmy“ geht es um Deutungshoheit, Medienlogik und die Frage, wie Social Media Ereignisse erst zu Krisen macht.

Außerdem: Medien als vierte Gewalt, Klicklogik statt Relevanz, vergessene Schlagzeilen und zum Abschluss ein Blick auf Deutschlands neuesten „Superstar“ Menowin Fröhlich.

Eine Folge über Sprache, Wahrnehmung und darüber, wie sehr unsere Realität davon abhängt, wie Geschichten erzählt werden.

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallöchen!

00:00:01: Ihr da draußen und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Flachkörper.

00:00:04: Es ist Mittwoch, es ist Flachköperzeit.

00:00:07: Auch wenn das Wetter zum Planschen noch nicht so einlädt, habe ich trotzdem ein paar Themen drei an der Zahl für einen flachköpper am Start.

00:00:15: Ihr merkt, dass es eine klassische Flach-Körperfolge wie sie früher Montags stattfahren jetzt mittwochs.

00:00:21: Ich freue mich drauf Friedrich Merz.

00:00:23: Und ja wir beginnen wieder mit Fritze Aus dem einfachen Grund Was du feiern jedenfalls für uns, die ihn nicht so toll finden.

00:00:32: und damit sind wir nicht alleine.

00:00:33: Denn er ist der unbeliebteste Kanzler nach einem Jahr Regierungszeit in der Geschichte der Bundesrepublik.

00:00:39: Nur einundzwanzig Prozent der Bevölkerung schenken dem Kanzlern ihr Vertrauen.

00:00:43: nur einund zwanzig prozent finden das sein Job gut macht.

00:00:47: Das klingt erstmal wenig aber wenn man sich anguckt was er eigentlich so macht dass es dann doch schon irgendwie bisschen vielen findet ihr nicht?

00:00:53: Jedenfalls es ist einen Trend dass die Zustimmung auf den Kanzler mit seiner Regierungszeit sinkt, also ein Jahr eins ist je höher als in Jahr drei.

00:01:02: Bei Merz ist es vor allem die Kommunikation welche ihm die Bevölkerung sehr üben nimmt.

00:01:07: das kann man irgendwie sehr gut nachvollziehen.

00:01:09: jedenfalls jammerte Merz neulich im Spiegel herum dass es kein Kanzlar so schwer hatte wie er.

00:01:15: Das macht ihn natürlich direkt sympathischer oder?

00:01:17: Man könnte fast sagen wenn er bessere Politik machen würde dann wäre vielleicht sogar beliebter.

00:01:22: zurück zum Thema.

00:01:23: Jedenfalls durch diese schlechten Zustimmungswerte befinden wir uns schon wieder in einer Regierungskrise.

00:01:29: Aha, da ist es wieder dieses Wort Krise!

00:01:34: Es gibt viele Krisen – Ukraine-Krise, es gab die Kuba-Krise, Wirtschaftskrise im Sport, gibt's die Ergebnis-Krisis.

00:01:42: Generell hat man den Eindruck, das herrscht oft irgendwo Krisenstimmung.

00:01:46: Doch was ist eigentlich eine Krise?

00:01:49: Krisen sind an sich kein Naturgesetz.

00:01:52: Kriesen sind immer eine systemische Frage, das Wort Krise suggeriert uns etwas Negatives.

00:01:58: Krise ist schlimm.

00:01:59: Regierungskrise?

00:02:00: Oh Gott!

00:02:01: Hoffentlich bekommen sie das wieder hin, dass wäre erschrecklich wenn die Regierung sich auflöst.

00:02:05: Doch... Eine Krise ... ist ein Konstrukt.

00:02:08: Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um eine Regierungskrise, eine Beziehungskrise oder eine geopolitische Krise handelt.

00:02:15: Das Wort Krise, so wie wir es verwenden klingt eigentlich schon wie ein Naturgesetz.

00:02:21: Aber und wo wir halt sagen okay es gibt eben Krisen und kurse Weise benennen wir Krisen allerdings nur als solche bei unnatürlichem Ding.

00:02:30: von einer Hochwasserkrise hat noch nie jemand was gehört.

00:02:35: Doch was braucht es nun für eine Krise?

00:02:38: Wir brauchen ein Ereignis.

00:02:41: Und dafür habe ich mir einen Beispiel überlegt, nehmen wir das fiktive Paar Friedrich und Lars.

00:02:46: Friedrich & Lars sind homosexuelles Pärchen ist zusammengezogen vor einem Jahr.

00:02:51: Es ist eine Liebesgeschichte wie Romeo und Julia.

00:02:54: Friedlich ist ein eher konservativer Montagu... ...und Lars ein progressiver Capulet.

00:03:03: Die beiden verlieben sich dann doch.

00:03:07: Und jetzt setzt so langsam der Alltag ein.

00:03:09: Man merkt sie sind unterschiedlich, es wird gekabbelt und die den Rest der Familie, die Montegus können die Capulents nicht leiden usw.

00:03:18: Lars hat mitbekommen dass Friedrich ihn nicht verteidigt wenn Friedrichs Cousine Katharina über Lars lästert.

00:03:25: Jetzt streiten die beiden Und sie sagen, wir sind in einer Beziehungskrise.

00:03:29: Da kommt dann Lars zu Friedrich und sagt... ...Friedrich du nimmst mich nicht ernst wenn die Kalorida was Böses zu mir sagt und da kannst du auch mal hinter mir stehen und dann sagt.. ..Friedrig oh Gott ja Lars es tut mir leid ich hab das jetzt nicht so gesehen dass dich das so verletzt hat und du hast dir da auch den einen Du hast ihr auch provoziert.

00:03:46: und so streiten sich halt an ne?

00:03:49: Und uns außen stehenden wäre das prinzipiell egal weil so geht es relativ vielen Leuten in solchen Beziehungen, also Leute die zusammenwohnen und vielleicht doch nicht so gut zusammen passen.

00:04:03: Und das wäre uns außen stehen wie gesagt egal.

00:04:05: wir würden es nicht mehr mitbekommen wenn halt die Montagus oder die Capulets nicht solche prominenten Familien wären wo das tägliche Streiterein hat einfach dann in den Tagesthemen laufen.

00:04:18: Doch Krisen entstehen trotzdem im Kopf.

00:04:21: Eine Krise braucht halt einen Ausgangspunkt.

00:04:24: In unserem Beispiel ist es halt, dass Friedrich den Lars vor seiner kursine Katharina nicht verteidigt.

00:04:30: und in der Politik gibt es diese Streits ins Ausgangspunkt auch.

00:04:36: In der Wirtschaft wären Krisen ausgelöst durch Schwankungen und so wird ein eigenes dann irgendwie zur Krise.

00:04:43: und da kommt dann die Kommunikationenspiel.

00:04:46: eine Krise ist etwas das man als solches benennt.

00:04:49: Erst wenn man sagt, das ist eine Krise dann ist es da.

00:04:51: Und damit kommt auch dieses wording also wie man den Sachverhalt darstellt.

00:04:58: ich habe zwei Sachen vorbereitet.

00:05:00: ein Beispiel aus dem Sport.

00:05:01: jetzt nehmen wir beides fiktiv.

00:05:04: der VfB Stuttgart hat die letzten drei Spiele unentschieden gespielt.

00:05:07: Das sind so die Schlagzeile die wir uns jetzt vorstellen.

00:05:09: das ist wie gesagt erfunden.

00:05:11: aber man könnte auch alternativ sagen Der VfB Stuttgart steckt in einer Ergebniskrise und konnte keines seiner letzten drei Spiele gewinnen.

00:05:21: Merkt ihr, das ist gleich ein ganz anderes Gefühl?

00:05:23: Es klingt gleich wie negativer.

00:05:25: ich habe noch eine andere fiktives Beispiel überlegt.

00:05:28: Immer mehr Deutsche machen Urlaub in Deutschland.

00:05:31: So wie gesagt Fiktives Beispel.

00:05:35: aber erst mal so dahin gestellt und man denken okay so da würde man jetzt weitergehen.

00:05:40: Man könnte dieser Schlagzeiler anders formulieren Krise in der Tourismusbranche.

00:05:45: Immer weniger Deutsche fliegen ins

00:05:46: Ausland.".

00:05:48: So, dann denkt man oh Gott die armen Fluggesellschaften wären alle arbeitslos!

00:05:52: Die sind sie in einer Krise.

00:05:53: oder da wird uns sogar das Wort Krise vorgegeben und da sehen wir okay dass es was Schlimmes ist weil dieses Wort krise davor steckt.

00:06:00: und da macht man eine draus obwohl irgendwo anders vielleicht ne Chance liegen könnte.

00:06:06: und so ist es bei der aktuellen Regierungskrise...die ist selbst verschuldet muss man mal ganz klar sagen, wenn es so geringe Zustimmungswerte gibt.

00:06:16: Da macht man einfach die falsche Politik.

00:06:18: Das hat übrigens der Koalitionsführer März dem Kanzler Olaf Scholz noch vor ein paar Jahren vorgeworfen.

00:06:26: Unsere beiden Beispiele könnten als Nachricht den gleichen Inhalt haben.

00:06:31: Der Unterschied ist dann allerdings die Lesart und je merkt Krise ist eine Frage der Perspektive Und zudem geht das da ganz viel um Deutungshoheit was kommuniziert.

00:06:45: Eine andere Krise löst sich ja jetzt so langsam auf, die Rede ist vom Buckeval Timmy.

00:06:50: der Wahl liegt nicht mehr am Strand.

00:06:52: ich möchte jetzt auch eigentlich nicht mehr groß über das Thema und über den Wahl reden weil das habe ich die letzte Woche genug gemacht.

00:06:57: aber das ist ein Phänomen um.

00:06:58: wenn man das so medial begleitet was sicher auch mit diesem Podcast getan haben dann muss man sagen dass es schon spannend ist das von vorne bis hinten mal durch zu schauen.

00:07:10: Keine Sorge, wir machen jetzt keine chronologische Abfolge.

00:07:13: Das gibt's genug sondern es geht um das was außen rum dann noch passiert ist.

00:07:18: ganz konkret geht es um dem Minister Backhaus.

00:07:21: der hat nämlich den Wahl ins Auge geguckt und das war der Moment wo meiner Meinung nach der lauten Wo er meiner meine nach der Lautenminderheit erlegen ist Und sich den Fakten verwert hat.

00:07:33: da sieht man ganz klar Da hat die Politik gegenüber dem schwachsten kapituliert.

00:07:38: Er ließ eine private Initiative-Dimission durchführen.

00:07:41: Der Wahl kam in eine Barge oder Bage und wurde die Nordseege verhandelt, kurz vor Skargerakt zumindest, und dann dort freigelassen – so die Geschichte.

00:07:52: Wahrscheinlich ist es eher so dass der Wahl entweder schon in der Barge... ...Barge?

00:07:58: Ich glaube das heißt Barge gestorben ist und dann da verklappen wurde also dass man ihnen einfach dort ins Meer geschmissen hat Oder dass er direkt nach oder während der Freilassung starb.

00:08:10: Es fehlen ja auch die Bilder, wie sie den da rausgekriegt haben und so ganz korrigos.

00:08:13: Jedenfalls zeigt Timmy aber etwas das sich in Zukunft wahrscheinlich noch öfter zeigen könnte.

00:08:18: Das Mobilisierungspotenzial durch die sozialen Medien... Und auch hier ist der Krisenbegriff zentral.

00:08:26: Denn hier treffen die Faktoren für eine Krise aufeinander und dieses Mobilisierungspotenzial ist extrem hoch!

00:08:34: Wir sehen halt in der Termikrise, dass da strandet ein Wahl und das ist erst mal eine Ereignis.

00:08:40: Und zur Krise wird dann der Handlungsdruck und die öffentliche Wahrnehmung... Da kommen ganz viele Leute, die sagen, da muss man was tun!

00:08:44: Der Wahlstrandett, der Wahlstandett.

00:08:46: Dass die Zwergwahl-Populationen, ich glaube sie heißen Zwerggwahl diese kleinen Define diener Ostsee leben, dass die in einer Ostseeform ausstellend bedroht sind.

00:08:56: Das ist den Leuten total egal.

00:08:57: Die Freien sind da trotzdem Fischbrötchen.

00:08:58: Es gibt ja auch diese Berichte dazu.

00:09:01: Aber es geht um dieses eine Individuum aber das haben wir schon gesprochen.

00:09:05: Dazu kommt dann, was ich halt vor zwei Wochen angesprochen habe.

00:09:09: Das Medien.

00:09:10: und das ist jetzt ein zentrales Thema.

00:09:12: Medien sind die vierte Gewalt in einer Demokratie.

00:09:15: Ich hab das vor zwei wochen angedeutet meinte ich jedem mehr darüber.

00:09:19: dass passiert jetzt.

00:09:20: In einer Demokratiespielen Medien eine zentrale Rolle.

00:09:24: Sie geben Meinungen vor und auch wieder und gleichzeitig berichten sie.

00:09:29: daher kommt die Einteilung in die Gewaltenteilung.

00:09:33: In der offiziellen verfassungsgeschützten Gewaltenteilung gibt es ja die judikative, exekutive und legislative.

00:09:38: Die gesetzgebende Gewalt, die gesetzausführende Gewalt und die gesetzüberwachendene Gewalt quasi.

00:09:46: Und die Medien kann man als Gewalt bezeichnen, die eine Kontrollinstanz aller drei Gewalten ist gleichzeitig weil die Medien können sowohl die Regierung, die Gerichte also auch das Parlament überwachen und die ausführenden Gewalten wie halt Polizei zum Beispiel.

00:10:08: Und das ist eigentlich der Aufgabe der Medien in einer Demokratie.

00:10:12: Nun bei Timmy sieht man, dass die Medien diese Rolle nicht unbedingt immer gut erfüllen.

00:10:16: und es liegt daran, dass Medien ebenfalls einen gewissen Marktlogik folgen und dieser eben auch unterliegen.

00:10:23: Phänomene wie Timmy klicken gut.

00:10:26: Von daher lohnt es sich, eben auf diesen Zug aufzuspringen.

00:10:29: Es lohnt sich einfach über solche Sachen zu berichten – ganz egal ob die Berichterstattung sinnhaft ist!

00:10:35: Dann das ist nämlich erstmal zweitrangig.

00:10:40: Zentral ist es dann dass diese Artikel geklickt werden weil da kann man sie vermarkten und dann kann man Werbung schalten oder Geld verdienen.

00:10:47: Und diese Marklogiken greifen dann auch bei in Anführungsstrichen langweiligeren Themen, beziehungsweise über welchen die schlecht klickbar sind.

00:10:54: Und Klickbar heißt... und da kommt dann auch das Internettenspiel, dass man halt diese Schlagzeile liest und dann klickt man darauf.

00:11:04: Deswegen braucht man Themen, die gut klicken.

00:11:07: wie Timmy also zum Beispiel Wahl freigelassen ist ein Banger.

00:11:10: Das ist eine Schlagzeit auf die klicktman weil man oh Gott der warl und so weiter Während Timmy die Berichte beherrscht, fallen dann aber eben andere Themen ab.

00:11:21: Ebenso könnte Verdrossenheit dort mit reinspielen.

00:11:24: Wenn März den Leuten auf dem Sack geht, kaufen sie vielleicht nicht ein achtzeltiges Interview mit ihm weil man ihn einfach nicht erträgt.

00:11:31: Aber was die Leute dann kaufen ist irgendeine geile Geschichte über den Buckelwahl oder?

00:11:35: Über die Leute die da beim Buckelwald stehen Fischbrötchen fressen und scheiße labern.

00:11:39: Das kaufen die Leute weil es dann interessanter ist und das wird geklickt.

00:11:42: Und bei Timmy ist es dann halt ein Interessenskonflikt.

00:11:45: Je länger die Pause um den Wahl ging, desto mehr konnte berichtet werden.

00:11:50: Ein anderes Beispiel finde ich wo man mit ja sieht dass dort anders... Das Gehandhab wurde, als es normal ist, die Amorquate Leipzig.

00:12:01: Als in Magdeburg der Weihnachtsmarkt eingeriffen wurde, sorgte das für wochenlange Diskussionen und auch um die Freien sind unsere Weihnachtsmärkte sicher.

00:12:08: Die ähnliche Tat Leipzig fällt im meiner Wahrnehmung ein bisschen raus aus dem kollektiven Gewissen.

00:12:15: Also Magdeburger und vergleichbare Sachen waren wochenlang Thema.

00:12:20: oder den Schlagzeilen Und Leip sich war irgendwie an dem Tag, als dass passiert ist.

00:12:25: und dann ist es irgendwie durch.

00:12:27: Und muss man dann auch sagen, liegt es vielleicht daran dass ein deutscher Täter nicht so gut klickt wie jemand mit Migrations in der Grund.

00:12:34: Und diese Marktlogik ist vor allem auf Social Media zu sehen.

00:12:38: Wichtig ist es für den Algorithmus das möglichst viel kommentiert und interagiert wird.

00:12:42: Je kontroverser das Thema desto besser.

00:12:44: In Leitzig ist man sich einig.

00:12:46: die Tat ist schrecklich um zu verurteilen.

00:12:48: Da gibt's keine Kontroverse.

00:12:49: da gibt kein Kontroversen Teil ob man über die Herkunft des Täters diskutieren darf sollte oder sogar muss Und was dies für Deutschland heißen könnte.

00:13:01: Dementsprechend ist die Geschichte einfach auserzählt und dann wird auch nicht mehr so viel drüber berichtet, dann hat man halt einen klassischen Bericht das und dass es passiert und dann gehts weiter um irgendwelche Buckeval oder andere Sinnlosigkeiten.

00:13:18: Für eine gesunde Demokratie müssen die Medien universell berichten.

00:13:23: Sie müssen nicht mal neutral sein.

00:13:25: Das ist sogar gut, dass es sowohl konservative bis leicht rechte Medien gibt wie jetzt die Bild-Zeitung, solange es auch Medien links der Mitte in TATS oder ND gibt.

00:13:38: So wird der Diskurs gestärkt und Demokratie lebt von einem Diskurs.

00:13:42: Es muss gewisse Diskussionskorridore geben und diese sind durch die Verfassung geregelt Und der Rest muss abgedeckt werden.

00:13:52: Aber es geht eben nicht, dass man nur noch über irgendwelche Fragenwürdigkeiten oder Highlights berichtet und die eigentliche Aufgabe wie qualitativ hochwertiger Journalismus der Dinge aufdeckt.

00:14:07: Das fehlt ein wenig das gibt es doch.

00:14:11: aber es fehlt ein bisschen weil am Ende ist dann Die Homestory von Sherene David und der Buckewai Timmy interessanter als investigativer Journalismus.

00:14:26: Apropos Story, die sich gut klickt Es gibt einen neuen Superstar!

00:14:31: Deutschland hat ihn gesucht und gefunden.

00:14:34: es ist manowienfröhlich.

00:14:37: Manche von euch denken sicherlich jetzt her wo du Merzad Marashi der Titel aberkannt und hat manowinen jetzt sechzehn Jahre später Nachdreh zugesprochen bekommen.

00:14:45: Nee, tatsächlich... Menowin fröhlich.

00:14:49: Für manche wahrscheinlich ein Begriff.

00:14:50: Für Manche nicht!

00:14:52: Als ich das dann mitbekommen habe.

00:14:53: am Samstag bin ich auch aus dem Sessel gefallen und dachte was sind denn die Gips?

00:14:58: Sitzt der nicht im

00:14:59: Knast?!

00:15:00: Nee nee RTL ist sich nicht zu blöd nach GO Farim den nächsten fragwürdigen Charakter dieses Jahr zu grünen.

00:15:07: Obwohl eigentlich eine Teilnahme an DSDS, nachdem man schon einmal die Live-Shows gekommen ist, ausgeschlossen ist durfte Menovin dieses mal bei DSDS wieder mitmachen.

00:15:18: Die Geschichte, die er erzählt wurde ist das ja sein Tochter zum Cast, die sie begleitet hat.

00:15:22: und dann hat der Dieter gefragt Mensch Menovine singst du eigentlich noch?

00:15:25: Und er sagte natürlich singe ich noch.

00:15:27: und dann sage er da vorne haben Sie ihn mitgenommen und der Rest ist dann wie man so schön sagt Geschichte.

00:15:33: Jedenfalls gelangen es ihm dann dieses Jahr wieder ins Finale einzuziehen und die Zuschauer wählten ihnen zum Superstar.

00:15:43: Das ist spannend Wie einfach das geht.

00:15:49: Wie einfach man als großer TV-Sender seine eigenen Regeln umschreiben kann, um eben etwas zu produzieren was sich gut klickt oder?

00:15:57: Ich lese euch mal ein paar Sachen aus seinem Wikipedia Artikel vor.

00:16:16: Fröhlich wurde bereits mehrfach wegen verschiedener Vergehen angeklagt.

00:16:19: Im Dezember, zwei Tausend Fünf, wurde er wegen gefährlicher Körperverletzung und betrug zu zweierigen Gefängnisverurteilt.

00:16:24: So dann kann man natürlich sagen, mmh, zwei tausend fünf ist eine Weile her.

00:16:27: vielleicht hat er ja daraus gelernt?

00:16:30: Dann haben wir hier genau zwei Jahre.

00:16:33: die offene Bewährung einer Rechtsstreife von drei hundert dreizehn Tagen wurde im Juli, Zwei Tausends Zehn vom Amtsgericht Darmstadt wegen Verstoßes gegen die Bewegungsauflagen widerrufen.

00:16:42: Da er die Strafe nicht wie gefordert bis Februar, Zweitausendel freiwillig antrat wurde einen Verstreckungsbehaft Befehl erlassen und er wurde in DUSD-Zwollzugsansteuer gebracht.

00:16:54: Dann wurde er nochmal wegen Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

00:16:57: In den letzten Jahren verurteilte das Amtsgericht Heidelberg fröhlich zu einem Jahr Haft auf Bewährung wegen Fahren unter Drogeinfluss.

00:17:26: So, also... Er hat's scheinbar nicht gelernt, muss man mal sagen.

00:17:35: Er hat es scheinba nicht gelernt.

00:17:36: aber das ist RTL egal.

00:17:39: die haben ihn trotzdem mitmachen lassen und haben gesagt hier Menovine du kannst singen und dann wird er natürlich superstar weil die Leute kennen ihn halt und irgendjemand ruft dann halt schon irgendwie für ihnen an.

00:17:53: Und da muss man sein es hat auch irgendwie ein gewisses Geschmäckler Ob dann Medien als vierte Gewalt so viel taugen, wenn Leute wie Menowin fröhlich dort unten hinterfragt, als Superstar dargestellt werden.

00:18:08: Er hat es jetzt geschafft!

00:18:09: Man kann jetzt nur hoffen dass er sauber bleibt und seiner Vorbildfunktion gerecht wird.

00:18:17: aber bei dem vergehen ich bin mir da nicht so sicher.

00:18:21: Jedenfalls Medien als viertige Wald im Start das ist natürlich eine total wichtige Kontrollinstanz.

00:18:26: Aber Gleichzeitig muss man dann auch dafür sorgen, als Konsument und als Medien das... ...man dieser Rolle auch gerecht wird.

00:18:35: Irgendwie ist man ja ein Teil wenn man einen Podcast hat von einer Medienlandschaft.

00:18:40: klar Ich sende hierfür vergleichsweise geringes Publikum.

00:18:44: Aber eigentlich sind wir alle die irgendwas mit Medien zu tun haben.

00:18:49: Und es reicht schon wenn wir Instagram Kommentare verfassen Wenn wir Beiträge posten, wenn wir Twitter oder irgendwas online machen, dass man immer einen gewissen Anspruch an Seriosität und gerade wenn man sich politisch äußert oder für irgendwas stehen will ein gewisse Anspruch auf Serioskeit und Ernsthaftigkeit hat.

00:19:10: Und wenn selbst große Player wie RTL das nicht schaffen damit einem guten Vorbild voranzugehen dann ist es ja kein Wunder, dass es online so eine Verrohung der Gesellschaft gibt.

00:19:22: Damit beenden wir die Folge im Nächste Woche, genau in der nächsten Folge.

00:19:31: nächste Woche werden Anna und ich euch dann berichten von Staying Alive Stars singen mit Legenden.

00:19:38: Wir werden uns das bis dahin angeguckt haben und Dann euch sagen wie wir das finden.

00:19:45: letzte Woche Ich hoffe euch hat die KI Diskussion gefallen.

00:19:47: diese Woche wieder eine typische Folge.

00:19:50: nächste woche dann der zweite teil.

00:19:52: ich bedanke mich fürs zuhören.

00:19:55: schreibt gerne noch Kommentare oder Falls ihr irgendwelche Themen habt, wo reingeköppert werden sollte.

00:20:02: Dann haut die in die Kommentarspeite über Spotify.

00:20:06: Geht das?

00:20:07: Folgt rein!

00:20:09: Drückt die Glocke und wir sehen uns bis dann Tschüüss.

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